Können soziale Online-Netzwerke helfen, den enormen Rückstand an US-Patentanmeldungen zu verarbeiten?

Können soziale Online-Netzwerke helfen, den enormen Rückstand an US-Patentanmeldungen zu verarbeiten?
Können soziale Online-Netzwerke helfen, den enormen Rückstand an US-Patentanmeldungen zu verarbeiten?
Anonim

Experten für geistiges Eigentum und Patente erklären, wie Tools wie soziale Online-Netzwerke eingesetzt werden könnten, um den enormen Rückstand bei Patentanmeldungen in den USA zu beseitigen.

Social-Networking-Sites wie Facebook und MySpace ermöglichen es Besuchern, Netzwerke von Freunden und Kontakten zu erstellen, Bilder, Musik, Videos und Nachrichten hochzuladen. Mitglieder können verschiedene Medien auf solchen Seiten diskutieren, bloggen und bewerten und den Erstellern von Inh alten nützliches Feedback geben. Die Analyse sozialer Netzwerke kann Interaktionsmuster zwischen Menschen aufdecken und aufzeigen, was in einer bestimmten Gruppe oder Gemeinschaft wichtig und hochrangig ist.

Inhärent zu solchen Social-Networking-Systemen ist die Fähigkeit von Community-Mitgliedern, einzelne Beiträge zu kommentieren und so einen zusätzlichen Strom von Feedback bereitzustellen und auch mit anderen Mitgliedern von Nischengruppen von Mitgliedern zu interagieren oder sich mit ihnen zu verbinden. Frank Peo, Daniel Lorence, Robert Jameson, James Chin und Luis Gonzales vom Center for Technology Assessment, University Park, Pennsylvania, erklären, wie eine solche soziale Netzwerkgemeinschaft verwendet werden kann, um den Stand der Technik in Patentanmeldungen zu identifizieren.

"Der wachsende Rückstand an Patentanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt (USPTO), mehrere hunderttausend pro Jahr, hat eine dringende Notwendigkeit für eine Reform des Amtes geschaffen", erklärt das Team, "Überprüfung der zugehörigen Anmeldungsreferenz Material oder Stand der Technik ist ein notwendiger, aber zeitraubender Schritt im Patentverfahren." Wenn der Stand der Technik früh im Bewertungsprozess identifiziert werden kann, kann ein Patentanspruch schnell verworfen werden und der Patentprüfer zum nächsten Anspruch übergehen.

Peo und Kollegen erklären, wie das USPTO ein Pilotprojekt initiierte, das Social-Networking-Software verwendet, um es Gruppen von freiwilligen Überprüfungsexperten zu ermöglichen, Referenzen zum Stand der Technik hochzuladen, an Diskussionsforen teilzunehmen, andere Benutzerbeiträge zu bewerten und Forschungsreferenzen zu anhängigen Anträgen hinzuzufügen. Das Ziel bestand darin, es den eigentlichen Patentprüfern zu ermöglichen, sich auf die Überprüfung des relevantesten Stands der Technik im Zusammenhang mit einer bestimmten Einreichung zu konzentrieren und so das gesamte Anmeldeverfahren zu rationalisieren.

Das Peer-to-Patent-Pilotprojekt hat sich als vielversprechender Ansatz zur Rationalisierung von Patentanmeldungen erwiesen. Ähnliche Ansätze werden derzeit vom britischen Amt für geistiges Eigentum und dem Europäischen Patentamt untersucht.

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