Leistungsstarker Patentsuchdienst erstellt

Leistungsstarker Patentsuchdienst erstellt
Leistungsstarker Patentsuchdienst erstellt
Anonim

Ein europäisches Projekt hat einen leistungsstarken Patentsuchdienst für KMU geschaffen. Dies ist ein großer Schritt nach vorn, da Patente und Patentinformationen äußerst wertvoll sind.

Wir leben in einer wissensbasierten Wirtschaft, und Patente sind das gesetzliche Zahlungsmittel. Sie definieren den Anteil eines Unternehmens oder einer Einzelperson und sind der Mechanismus, durch den Ideen ausgetauscht und gleichzeitig geschützt werden können.

Aber es kann schwierig sein, Patentinformationen zu bekommen. Es gibt viele Datenbanken, die über Europa und den Rest der Welt verstreut sind, und die Suchmöglichkeiten sind begrenzt: Sie sind entweder billig, aber eingeschränkt, oder effektiv, aber sehr teuer.Sie müssen entweder jede Informationsquelle durchgehen oder hohe Gebühren an einen Spezialisten zahlen, der dies für Sie erledigt.

Damit geraten die KMU, die meisten europäischen Unternehmen, in eine Zwickmühle: Entweder kämpfen sie mit der umständlichen, schwierigen und zeitaufwändigen billigeren Suche (die am Ende ohnehin wegen des Zeitaufwands für das Personal ins Geld geht die Arbeit), oder es entstehen ihnen erhebliche Kosten durch den Einsatz von Fachleuten.

Unerwarteter Wert

Die letzte Möglichkeit besteht darin, Patente vollständig zu ignorieren, aber auch dies ist eine kostspielige Option. Kostspielig im Hinblick auf die verpassten Gelegenheiten, da die meisten KMU den Wert der durch Patentrecherchen entdeckten Informationen nicht einmal ansatzweise ahnen.

Innovall, ein von eTEN finanziertes Projekt, möchte, dass KMU den Wert der Patentierung und des Patentwissens nicht verpassen.

Zum Beispiel suchte ein Unternehmen, das am Innovall-Projekt teilnahm, ein Reifenhersteller, nach einer Lösung für ein Problem mit Gummiabfällen, die während des Herstellungsprozesses durch die Form extrudiert wurden.Durch die Nutzung des Suchdienstes von Innovall entdeckte der Reifenhersteller ausgerechnet in der Backbranche ein nützliches Patent.

„Es zeigt, wie nützliche und wertvolle Informationen entdeckt werden können, auch wenn sie sich auf eine ganz andere Branche beziehen“, erklärt Alfredo Silva, Koordinator des Innovall-Projekts.

Google für Patente

Innovall wurde gegründet, um herauszufinden, wie die Patentsuche am besten vereinfacht werden kann. Die Lösung bestand darin, ein Webportal zu erstellen, das im Wesentlichen als Google für Patente fungiert. Die Suchmaschine verbindet sich mit acht großen Datenbanken mit Hunderttausenden von Patentaufzeichnungen.

Es gibt drei Suchebenen, aus denen Unternehmen wählen können. Die grundlegendste Ebene ist die „Funktions“-Suche, die nach Patenten im Hinblick auf ihre Funktion sucht. Das ist zwar einfach, aber auch sehr mächtig, wie das Beispiel der Reifenfirma zeigt.

Noch besser, Innovall hat Ontologien verwendet, die Wörterbücher sind, die verschiedene Begriffe übersetzen, um eine Suche zu definieren.„Du suchst zum Beispiel nach einem Reibungsgerät, aber das System sucht auch nach Wörtern wie ziehen, bremsen, verzögern und so weiter“, erklärt Silva.

Das ist erst der Anfang. Eine „Unternehmens“-Suche sucht nach allen Patenten, die von einem Unternehmen, vielleicht einem Konkurrenten, angemeldet wurden, und listet Informationen auf, z. B. welches Land, welche Branche oder sogar Abteilung das Patent eingereicht hat. Schließlich kann Innovall nach „Produktnamen“suchen und so das Leistungsspektrum vervollständigen.

Die Ergebnisse dauern etwas länger als bei einer Standard-Google-Suche, aber angesichts der Art der Suche ist dies zu erwarten.

Eifrige Jäger

Die 60 Organisationen – und Hunderte von Einzelpersonen in ihnen – die das System derzeit aktiv testen, sind sehr begeistert von den Ergebnissen und den Informationen, die Innovall abruft.

Diese „Tester“werden eine Schlüsselrolle im nächsten Schritt spielen. Innovall hofft, sie zu einer Kerngruppe von Benutzern des Dienstes zu machen, wenn dieser ernsthaft live geht. Dies wird die Bemühungen zur Kommerzialisierung des Dienstes verstärken, da er nachh altig werden muss, wenn er überleben soll.

Im Moment prüft Innovall verschiedene Geschäftsmodelle. Ein Plan besteht darin, den „Funktions“-Dienst kostenlos zu lassen und dann gestaffelte Abonnements für detailliertere oder spezifischere Suchen zu berechnen.

Im Moment wird das Projekt die Technologie bis März 2009 weiter perfektionieren, wenn sie hoffen, dass ihre Geschäftspläne abgeschlossen und für die Hauptsendezeit bereit sind.

Das Innovall-Marktvalidierungsprojekt wurde vom eTEN-Programm gefördert.

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