Fettleibigkeit unter einkommensschwachen Teenagern in Kalifornien ist fast dreimal so hoch wie bei wohlhabenderen Altersgenossen

Fettleibigkeit unter einkommensschwachen Teenagern in Kalifornien ist fast dreimal so hoch wie bei wohlhabenderen Altersgenossen
Fettleibigkeit unter einkommensschwachen Teenagern in Kalifornien ist fast dreimal so hoch wie bei wohlhabenderen Altersgenossen
Anonim

Kaliforniens Teenager mit niedrigem Einkommen haben viel gemeinsam: zuckerh altige Limonade. Fastfood-Restaurants. Zu viel Fernsehen. Nicht genug Bewegung. Das Ergebnis: Laut einer neuen Studie des UCLA Center for He alth Policy Research ist die Wahrscheinlichkeit, dass Teenager mit niedrigem Einkommen übergewichtig sind, fast dreimal so hoch wie bei Teenagern aus wohlhabenderen Haush alten.

In Kalifornien sind laut dem neuen Policy Brief „Low-Income Adolescents Face More Barriers to He althy Weight“21 Prozent der Teenager, die in Familien mit niedrigem Einkommen leben, fettleibig. Geringverdiener ist definiert als ein Einkommen von weniger als 19.971 $ für eine vierköpfige Familie oder 12.755 $ für eine zweiköpfige Familie, gemäß den föderalen Armutsrichtlinien.Im Gegensatz dazu sind nur 8 Prozent der Teenager, die in Familien leben, die mehr als 59.913 US-Dollar (vierköpfige Familie) oder 38.265 US-Dollar (zweiköpfige Familie) verdienen, fettleibig.

Kalifornien ist die Heimat von etwa 480.000 übergewichtigen Jugendlichen aus allen Einkommensschichten. Aber die hohe Fettleibigkeitsrate bei Teenagern mit niedrigem Einkommen deutet darauf hin, dass Hindernisse für gesundes Verh alten, gesunde Ernährung und körperliche Aktivität nicht nur weiterhin bestehen, sondern sogar noch größer geworden sind. Zu diesen Hindernissen gehören eine große Anzahl von Fast-Food-Restaurants in der Nachbarschaft und eine geringe Anzahl von Parks und anderen Möglichkeiten für körperliche Aktivität.

"Unsere Nachbarschaften machen uns buchstäblich fett", sagte Susan H. Babey, eine der Autoren des Policy Brief. „Wir brauchen bessere Strategien und eine durchdachtere Stadtplanung, wenn wir unsere Städte lebenswert machen wollen, nicht nur unsere Wohnorte.“

Neben anderen Empfehlungen zur Bekämpfung von Fettleibigkeit bei Teenagern fordern die Autoren des Policy Briefs Stadtplaner dringend auf, Zonenverordnungen in Betracht zu ziehen, um die Anzahl der Fast-Food-Restaurants zu regulieren und gleichzeitig Anreize zu schaffen, Lebensmittelgeschäfte und andere Verkaufsstellen mit frischem Obst und Gemüse anzulocken.Der Stadtrat von Los Angeles hat kürzlich Daten des UCLA Center for He alth Policy Research verwendet, um ein solches Moratorium für neue Fast-Food-Restaurants im Süden von Los Angeles zu unterstützen. Die Autoren des Policy Brief forderten auch mehr Möglichkeiten für körperliche Aktivität und Bildung sowie Kampagnen zur Förderung von Familienessen und zur Verhinderung übermäßigen Fernsehkonsums.

"Die unterschiedliche Prävalenz von Adipositas bei Teenagern in einkommensschwachen und wohlhabenderen Gemeinden sollte als Weckruf für politische Entscheidungsträger dienen", sagte Dr. Robert K. Ross, Präsident und Chief Executive Officer von The California Endowment, die den Policy Brief finanziert haben. „Wo wir leben, spielt eine entscheidende Rolle bei der Gest altung unseres Gesundheitszustands. Gewählte Beamte können durch lokale Verordnungen und landesweite Richtlinien dazu beitragen, die Umweltfaktoren zu verbessern, die zur schlechten Gesundheit der Kalifornier beitragen.“

Unter den Ergebnissen des Policy Brief:

  • Mehr zuckerh altige Limonade: 67 bis 71 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen gaben an, am Vortag mindestens ein Glas oder eine Dose Limonade getrunken zu haben, verglichen mit 55 Prozent der wohlhabenderen Jugendliche.
  • Mehr Fast Food: 46 bis 49 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen gaben an, am Vortag Fast Food gegessen zu haben, verglichen mit 37 Prozent der wohlhabenderen Teenager.
  • Weniger Familienessen: Bis zu 11 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen gaben an, dass sie in der vergangenen Woche noch nie mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten zu Abend gegessen hatten. Die Rate ist doppelt so hoch wie bei wohlhabenderen Teenagern.
  • Weniger Möglichkeiten für organisierten Sport: 36 bis 37 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen waren im Vorjahr in einer Schulsportmannschaft, verglichen mit 49 Prozent der wohlhabenderen Teenager.
  • Weniger körperliche Aktivität: Fast einer von fünf oder 18 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen hat nicht mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität pro Woche – die Mindestmenge der körperlichen Aktivität, die von den 2005 Federal Dietary Guidelines for Americans empfohlen wird.
  • Mehr Fernsehen: 56 Prozent der Teenager mit niedrigem Einkommen sehen mehr als zwei Stunden pro Tag fern, verglichen mit 46 Prozent der wohlhabenderen Teenager.

Das UCLA Center for He alth Policy Research ist eines der landesweit führenden Forschungszentren für Gesundheitspolitik und die wichtigste Quelle für gesundheitsbezogene Informationen über Kalifornier.

Die California He alth Interview Survey (CHIS) ist die landesweit größte staatliche Gesundheitsumfrage und eine der größten Gesundheitsumfragen in den Vereinigten Staaten.

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