Datenschutzprobleme: Vermeiden, Opfer von Online-Kriminalität zu werden

Datenschutzprobleme: Vermeiden, Opfer von Online-Kriminalität zu werden
Datenschutzprobleme: Vermeiden, Opfer von Online-Kriminalität zu werden
Anonim

Personen müssen die Kontrolle über ihre eigene Online-Identität übernehmen, wenn sie vermeiden wollen, Opfer von Online-Kriminalität zu werden. Das ist das Ergebnis zweier Studien, die diesen Monat hintereinander im International Journal of Intellectual Property Management veröffentlicht wurden.

Datenschutz ist für viele Bürger, Kunden, Patienten, Internetnutzer und Telefonteilnehmer ein großes Anliegen, zumal die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen. Viele Menschen sind sich jedoch einfach nicht bewusst, wie viele ihrer persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden, sei es in Form von Cookie-Trails, die ihre Internetnutzung verfolgen, Videos von Überwachungssystemen wie Closed Circuit Television (CCTV), oder die Einkäufe, die sie mit Kreditkarten und Firmenkundenkarten tätigen.

Marit Hansen ist die stellvertretende Datenschutzbeauftragte der Datenschutzbehörde (DSG) Schleswig-Holstein, Deutschland, und weist darauf hin, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten zwar zum Alltag in der heutigen Informationsgesellschaft geworden ist, dies jedoch bedeutet Die Privatsphäre ist zunehmend bedroht. Sie schlägt vor, dass herkömmliche Ansätze zum Schutz der Privatsphäre das Problem verschärft haben, da diese Systeme persönliche und private Daten wie Ihren Namen und Ihre Adresse, Ihr Geburtsdatum, den Mädchennamen der Mutter und Kreditdetails online speichern.

Hansen glaubt, dass ein benutzergesteuerter Ansatz für das Informationsmanagement der einzige Weg ist, das Problem zu lösen, indem es Einzelpersonen ermöglicht wird, ihre Privatsphäre zu verw alten. Dieser Ansatz würde es Einzelpersonen ermöglichen, „Teilidentitäten“zu erstellen, die personenbezogene Daten je nach spezifischem Kontext trennen und der Website, dem Gesundheitspersonal oder anderen interessierten Parteien nur den Zugriff auf die begrenzten Daten ermöglichen, die sie benötigen.

"Benutzergesteuerte Identitätsmanagementsysteme sind kein Allheilmittel für alle Datenschutzprobleme, aber sie können als Tor und Wächter für die Privatsphäre des Einzelnen fungieren", erklärt Hansen. Daher hat ein solcher Ansatz das Potenzial, ein Schlüsselinstrument für zukünftige Datenschutzkonzepte zu werden.

In einer ähnlichen Arbeit, die ebenfalls diesen Monat im IJIPM veröffentlicht wurde, sagt Ronald Leenes vom Tilburg Institute for Law, Technology, and Society in den Niederlanden, dass benutzerzentriertes Identitätsmanagement ein unverzichtbares Instrument zum Schutz der Privatsphäre ist.

Leenes glaubt, dass unsere Privatsphäre nicht nur kompromittiert wird, sondern auch "im Internet belagert" wird. Er schlägt vor, dass die digitale Persona einer Person im Zusammenhang mit dem Erh alt personalisierter Dienste im Internet zum Guten verwendet werden kann, beispielsweise zum Schlechten, wenn diese Persona verwendet wird, um eine bestimmte Person zu diskriminieren.

Es gibt keine ausreichenden gesetzlichen Kontrollen, sagt Leenes, um Internetnutzern die Kontrolle über ihre Privatsphäre zu ermöglichen, was bedeutet, dass eine neue Infrastruktur im Web implementiert werden muss, die auf dem oben erwähnten benutzergesteuerten Identitätsmanagement basiert, das dies ermöglicht Einzelpersonen die Kontrolle über die Daten, die sie mit Websites teilen.

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