Entwicklung einer Nachbarschaftswache für das Internet

Entwicklung einer Nachbarschaftswache für das Internet
Entwicklung einer Nachbarschaftswache für das Internet
Anonim

Probleme mit der Leistung von Internetnetzwerken sind nicht nur ärgerlich für Benutzer, sondern auch kostspielig für Unternehmen und Netzwerkbetreiber. Da das Internet jedoch kein eingebautes Überwachungssystem hat, bleiben Netzwerkprobleme oft unbemerkt.

Um dieses Problem zu beheben, haben Forscher der McCormick School of Engineering and Applied Science an der Northwestern University eine neue Möglichkeit entwickelt, solche Probleme in Echtzeit über ihr Netzwerk-Frühwarnsystem zu erkennen und zu melden.

Während eine abgehackte Wiedergabe bei Streaming-Videos für einen Benutzer irritierend sein kann, kann es Tausende von potenziellen Kunden von der Website vertreiben, die den Feed bereitstellt. Da das Internet weiter wächst, werden diese Netzwerkprobleme oder Anomalien immer häufiger und frustrierender.

Die Feststellung des Vorhandenseins, geschweige denn der Auswirkung von Netzwerkanomalien, ist wichtig, da das Internet über kein umfassendes Überwachungssystem verfügt. Aktuelle Überwachungssysteme versuchen, Netzwerkanomalien zu identifizieren und können nach Problemen suchen, die zu Leistungsproblemen führen könnten, können aber nicht sagen, ob einzelne Benutzer tatsächlich Probleme haben.

Trotzdem generieren Millionen von Internetnutzern weltweit täglich Datenverkehr, der von Natur aus Aufschluss darüber gibt, ob das Netzwerk funktioniert oder nicht. (Denken Sie an die Millionen von Peer-to-Peer-Benutzern in Systemen wie BitTorrent oder Skype.) Durch den Austausch hochrangiger Informationen über ihre Erfahrungen konnten diese Benutzer sehr effizient und genau in Echtzeit erkennen, wo Probleme auftreten.

So nutzen Fabián Bustamante, außerordentlicher Professor für Elektrotechnik und Informatik, und der Doktorand David Choffnes diese Beobachtung, um einen partizipativen Ansatz zur Erkennung, Isolierung und Meldung von Netzwerkanomalien zu entwickeln: das Network Early Warning System oder NEWS for kurz.

"Man kann es sich als Crowd-Sourcing-Netzwerküberwachung vorstellen", sagte Bustamante.

Während das Konzept hinter NEWS unkompliziert ist, haben Bustamante und Choffnes eine Reihe von Designherausforderungen gemeistert, um den Ansatz für eine Bereitstellung im Internetmaßstab zu nutzen. Durch das Sammeln von Informationen über Netzwerkbedingungen aus natürlichem Datenverkehr konzentriert sich NEWS nur auf Probleme, die Endbenutzer betreffen, und zwar ohne zusätzlichen und möglicherweise verschwenderischen Netzwerkmessverkehr. NEWS enthält Kenntnisse über das "normale" Verh alten von Netzwerkanwendungen, um Fehlalarme zu verhindern, und bestätigt vermutete Probleme, indem es andere Benutzer in der Nähe überprüft.

NEWS ist derzeit als Erweiterung eines beliebten BitTorrent-Clients implementiert. Durch das Generieren von Warnungen über Probleme im Netzwerk ermöglicht die Software den Benutzern sicherzustellen, dass sie den richtigen Internetdienst erh alten, für den sie bezahlen. Dies war Anreiz genug für mehr als 12.000 Benutzer, die Software während der Beta-Testphase zu installieren.Die Forscher entwickeln auch ein Portal für Netzwerkanbieter, um über die von ihren Benutzern gemeldeten Netzwerkprobleme benachrichtigt zu werden.

Bustamante und Choffnes, die zuvor die beliebte Ono-Erweiterung für BitTorrent veröffentlicht haben (jetzt mit mehr als 300.000 Benutzern weltweit), wenden den NEWS-Ansatz an, um andere wertvolle Dienste aufzubauen, wie z. B. das Ermöglichen von Preisvergleichen für verschiedene Internetdienste Anbieter basierend auf der von Abonnenten gesehenen Leistung.

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