Zusammenarbeit ist ein Wettbewerbsvorteil

Zusammenarbeit ist ein Wettbewerbsvorteil
Zusammenarbeit ist ein Wettbewerbsvorteil
Anonim

Zwei norwegische Hightech-Unternehmen wagten eine Zusammenarbeit, um die Kompetenzen des jeweils anderen effektiver zu nutzen – mit guten Ergebnissen, wie eine Doktorarbeit der BI Norwegian School of Management zeigt.

„Die Produktionskosten wurden halbiert, eine bessere Performance und eine kürzere Entwicklungszeit erzielt“, stellt Fahad Awaleh in seiner Doktorarbeit fest.

Die Elektronikindustrie hat sich in den letzten Jahren explosionsartig entwickelt. Starkes Marktwachstum und zunehmende Globalisierung haben die Spielregeln verändert.

Dies hat den internationalen Wettbewerb für norwegische Hochtechnologie-Exportunternehmen verschärft.

Sie operieren in einer Welt der häufigen Übernahmen und Fusionen.

Es ist auch immer üblicher geworden, die Produktion ganz oder teilweise in Niedriglohnländer auszulagern.

Internationale Konkurrenten haben oft erhebliche Vorteile in Verbindung mit dem Zugang zu billigeren Arbeitskräften und allgemein günstigeren Bedingungen vor Ort.

Der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

"Wie um alles in der Welt können norwegische High-Tech-Unternehmen mit dem zunehmenden Wettbewerb durch globale und internationale Akteure umgehen?" fragt Fahad Awaleh in seiner Doktorarbeit von der BI Norwegian School of Management.

Laut Awaleh liegt der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit darin, intelligentere Wege zu finden, Logistik und Einkauf im Prozess der Entwicklung und Produktion neuer Produkte zu verw alten.

Diese Kosten können bis zu 70 bis 80 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen.

„Produktentwickler und Hersteller müssen Lösungen finden, die zu überzeugenden Designs und technologischen Vorteilen führen, während sie gleichzeitig eine angemessene Kontrolle über die Produktionskosten beh alten“, betont Fahad Awaleh.

Norwegische Hightech-Unternehmen und Kompetenzorganisationen können dies erreichen, indem sie einen neuen Blick darauf werfen, wie sie zusammenarbeiten, sowohl als Kunden als auch als Lieferanten.

Produktive Zusammenarbeit

Fahad Awaleh hat in seiner Doktorarbeit an der BI Norwegian School of Management eine Studie über Kooperationsprojekte zwischen Kongsberg Defense and Communication und Kitron, zwei führenden norwegischen Elektronikunternehmen, durchgeführt.

Kongsberg Defense and Communication und Kitron haben im Laufe mehrerer Jahre bei der Entwicklung und Produktion von Funkgeräten und fortschrittlicher Kommunikationsausrüstung zusammengearbeitet. Die Firma Kongsberg entwickelt neue Produktkonzepte, während Kitron für die Produktion verantwortlich ist.

Diese beiden Unternehmen haben ein Kooperationsprojekt ins Leben gerufen, bei dem beide auf radikale Veränderungen in der Art und Weise ihrer Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion neuer Produkte vorbereitet waren.

“Eingefahrene Arbeitsweisen zu konfrontieren ist kein Scherz. Es bedeutet, die Kompetenz des anderen herauszufordern, vorgefasste Meinungen übereinander fallen zu lassen und einander Offenheit und Vertrauen zu zeigen“, betont Awaleh.

„Ziel war es, die Kompetenz des anderen bestmöglich auszuschöpfen“, sagt Awaleh.

Billigere, schnellere und bessere Produkte

Der BI-Forscher verfolgte über einen Zeitraum von vier Jahren die Bemühungen der beiden Unternehmen, auf neue Weise zusammenzuarbeiten.

Awaleh zeigt, wie es den beiden Parteien im Laufe der Zeit gelang, eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung ihrer Beziehung und Zusammenarbeit in eine Richtung zu entwickeln, die es beiden Unternehmen ermöglichte, sowohl ihre individuellen als auch ihre gemeinsamen Ziele besser zu erreichen.

Die Unternehmen haben es gewagt, in einem neuen Industrialisierungsprojekt neue Zusammenarbeitsroutinen und die Delegation von Verantwortung zu testen, und waren bereit, Fehler zu machen.

Der Weg zu einer intelligenteren Arbeitsweise hat beiden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Gemeinsam sind Kongsberg Defense and Communication und Kitron in der Lage, Funkgeräte und andere fortschrittliche Mutationsgeräte mit verbesserter technologischer Leistung, besserer Funktionalität und halbierten Produktionskosten herzustellen.Dabei haben sich beide Unternehmen ihre individuellen Ziele und Bedürfnisse bewahrt.

Fahad Awaleh verteidigte am 10. Oktober 2008 seine Doktorarbeit „Interacting Strategically within Dyadic Business Relationships – A case study from the Norwegian Electronics Industry“an der BI Norwegian School of Management.

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