Virtual Desktop für mobile Parlamentarier

Virtual Desktop für mobile Parlamentarier
Virtual Desktop für mobile Parlamentarier
Anonim

Parlamentsabgeordnete und andere Bürgervertreter haben jetzt ein neues Tool zur Hand, mit dem sie auch unterwegs den Überblick über ihre Arbeit beh alten können – ein virtueller Desktop, der einen integrierten Ansatz für die Fernverw altung von Ausschüssen bietet.

Eine der größten Herausforderungen für unsere gewählten Vertreter ist es, den Überblick über die zunehmende Menge an Informationen zu beh alten, die sie verarbeiten müssen, und gleichzeitig den Kontakt zu den Menschen zu h alten, die sie gewählt haben.

Abgeordnete sind sehr oft „unterwegs“– sie nehmen an offiziellen Veranst altungen, Sitzungen und Debatten teil und müssen zwischen den Parlamenten und ihren Wahlkreisen hin und her reisen.Gleichzeitig müssen sie sich über die diskutierten Themen auf dem Laufenden h alten und einen positiven Beitrag zu diesen Debatten leisten. Neue Informations- und Kommunikationsinstrumente, die effektiv verw altet werden, könnten einen erheblichen Beitrag zur Erleichterung ihrer Aufgabe leisten.

Ein europäisches Konsortium, dem fünf gewählte Versammlungen angehören, hat einen „virtuellen Desktop“entwickelt und erste Tests durchgeführt, der hochmodernes Informationsmanagement, mobile Technologien und Sicherheitssysteme integriert, um einen personalisierten Fernzugriff zu ermöglichen zu Informationsdatenbanken und erleichtern den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit.

Auf dem Weg zum „virtuellen“Komitee

Das EU-finanzierte eRepresentative-Projekt konzentrierte sich auf die Entwicklung eines Tools zur Erleichterung der Ausschussarbeit, einem zentralen Merkmal der meisten gewählten Versammlungen. Vertreter von drei nationalen Parlamenten (Niederlande, Ungarn, Litauen), einem Regionalparlament (Katalonien) und einem lokalen Bezirksrat (Westmeath, Irland) testeten die Plattform über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten.

„Gewählte Beamte müssen mit immer größeren Mengen an Informationen umgehen, müssen oft an mehreren Themen gleichzeitig arbeiten und an diesen Themen in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen durch Ausschüsse arbeiten“, sagt Projektvertreterin Evika Karamagioli.

"eRepresentative bietet eine sehr benutzerfreundliche Anwendung, die Abgeordneten dabei hilft, diese Arbeit aus der Ferne auszuführen, und sie kann ohne weiteres in die Arbeit gewählter Versammlungen integriert werden", fügt sie hinzu.

Zu den festgelegten zentralen Benutzeranforderungen gehörten: verbesserter Zugriff auf Hintergrunddokumente; regelmäßige Updates zum Fortschritt einer Ausgabe; Erleichterung der Online-Zusammenarbeit; das Teilen von Dokumenten und Ansichten; und sogar Fernbeteiligung an der Entscheidungsfindung.

Über 70 % der am Projekt beteiligten Vertreter bestätigten, dass eRepresentative einfach zu bedienen war, problemloses Abrufen und Teilen von Dokumenten ermöglichte und dass sie sich durch den sicheren Diskussionsbereich besser auf Ausschusssitzungen vorbereitet fühlten.

„Derzeit laufen Gespräche mit mehreren der teilnehmenden Partner sowie anderen gewählten Versammlungen im Hinblick auf die formale Einführung des Antrags auf institutioneller Ebene in naher Zukunft“, bestätigt Karamagioli.

Das Projekt begrüßt auch Kontakte zu anderen gewählten Versammlungen, die an der Implementierung dieses Tools interessiert sind, insbesondere angesichts der Tatsache, dass ein längerfristiges Ziel der Projektpartner darin besteht, die Interoperabilität der Parlamente in ganz Europa sicherzustellen.

Kein MP zurückgelassen

eRepresentative befasst sich mit der Notwendigkeit einer sicheren Kommunikation zwischen gewählten Vertretern, aber die Prinzipien des Tools können auch allgemeiner angewendet werden, um die Kommunikation mit den Bürgern selbst zu verbessern und ihnen die Möglichkeit zu geben, zu Debatten beizutragen.

Im Allgemeinen haben Studien bisher eine eher lückenhafte Aufnahme von IKT in gewählten Versammlungen gezeigt, wobei Initiativen in dieser Richtung eher auf individueller als auf organisatorischer Ebene ergriffen wurden.Einige haben sogar angedeutet, dass dies zu einer Marginalisierung der Rolle des gewählten Vertreters in der Regierungsführung führen könnte, da er in der vernetzten Gesellschaft zurückbleibt.

Durch die enge Einbindung von Endbenutzern sowohl in die Festlegung von Benutzeranforderungen als auch in die Bewertung der Anwendung selbst stellt das eRepresentative-Projekt ein vielversprechendes Beispiel für ein Tool dar, das die Einführung effektiver IKT-Lösungen in einer Organisation erleichtern könnte auf individueller Basis.

eRepresentative wurde unter dem Sechsten Rahmenprogramm der EU für Forschung und Entwicklung als Teil des spezifischen IST-Programms (Technologien der Informationsgesellschaft) kofinanziert.

Informationen von eRepresentative werden jetzt im [email protected], an dem viele der gleichen Partner beteiligt sind, auf die nächste Ebene gebracht. An diesem Projekt sind sowohl Abgeordnete als auch Bürger beteiligt, es konzentriert sich jedoch speziell auf das Thema öffentliche Gesundheit und Rauchen.

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